Tag der offenen Tür

17.12.2018

in der Tagesstätte Hechingen (Obertorplatz 16)

Tagesstätte, ambulant betreutes Wohnen, Gesprächs- sowie Beratungsangebote und dann noch gemeinsame Freizeitangebote: Das und mehr wird in der Tagesstätte Lebensart angeboten oder vermittelt. Am Freitag, 07.12. gab es dort am Obertorplatz einen Tag der offenen Tür, bei dem sich gleich mehrere Einrichtungen der Gemeindenahen Psychiatrie präsentierten.

Kein Zweifel, psychische Krankheiten sind im Vormarsch. Bereits seit einigen Jahren sind  Depressionen die Volkskrankheit Nummer eins und auch das Burn Out Syndrom ist in aller Munde. Es spricht auch schon für sich, dass es in Hechingen laut kassenärztlicher Liste allein 30 niedergelassene Psychotherapeuten und Psychologen gibt, allerdings keinen Psychiater. Was also machen, wenn die Praxen ausgelastet sind und jemand bemerkt, „mit mir stimmt was nicht …“.

Ob es um Hilfe für sich selbst oder für einen Angehörigen geht, die Gemeindenahe Psychiatrie bietet da die passenden Lösungen, wozu auch eine Angehörigengruppe zählt. Neben der Zentrale in Balingen ist die Gemeindenahe Psychiatrie seit einer Weile auch in der Zollerstadt angekommen. Mit Angeboten, die verschiedene Einrichtungen am Samstag in der Tagesstätte im Haus vom Obertorplatz 16 bei Punsch und Häppchen vorstellten.

Dort ist im Souterrain die genannte Tagesstätte, wo Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen etwa ein gemeinsames Mittagessen einnehmen können und vom Club Lebenswert verschiedene Freizeitaktivitäten angeboten werden, als da wären Spiele-Nachmittag, Entspannungsübungen oder Ausflüge – wie der am Dienstag zum Europapark Rust.

Seit dem Frühsommer gibt es im besagten Haus nun auch die Möglichkeit zum ambulant betreuten Wohnen, womit es neben dem bereits vorhandenen Angebot durch die Bruderhaus Diakonie also eine weitere derartige Einrichtung in der Zollerstadt gibt.

Was sich sonst noch so tut, wenn es um Hilfsangebote für Betroffene geht, dass war am Freitag in gebündelter Form beim Tag der offenen Tür in der Tagesstätte Lebensart zu erfahren. Zwar war kein starker Andrang, doch kamen immer wieder Wissbegierige oder Solche, bei denen ein Angehöriger betroffen ist. Auch eine frühere Klientin besuchte nach langer Zeit wieder mal die Tagestätte und will künftig öfters kommen, sagte Tagesstättenleiterin Anke Haigis-Adelhardt, die Initiatorin für den „Tag der offenen Tür“. Da war es draußen schon dunkel und da kam auch der Chef von allen Einrichtungen auf eine Stippvisite vorbei: Holger Klein, Vorstandsvorsitzender der Dachorganisation „Stiftung Lebenshilfe Zollernalb“.

Und was gibt es nun noch an Angeboten von welchen Einrichtungen? Da wäre zunächst mal die IBB, die Informations-, Beratungs- und Beschwerdestelle als eine Art Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige. Wenn die in einer Suchmaschine im Internet Begriffe wie „Hilfe bei psychischen Problemen“ oder ähnliches eingeben, dann erscheine gleich die IBB, sagte Holger Weisser, der wie Weitere ehrenamtlich für die Einrichtung tätig ist und anfügt: „Wir sind so was wie Lotsen, selber aber keine Therapeuten“.

Dann gibt es noch den Verein für gemeindenahe Psychiatrie im Zollernalbkreis, der das Haus am Obertorplatz angemietet hat und dort acht Wohnungen vergünstigt weitervermietet. Im selben Haus befindet sich bereits die vom Verein betriebene Tagesstätte. Deren Träger sind der genannte Verein gemeinsam mit der ISBA gGmbH von der genannten Stiftung Lebenshilfe Zollernalb. Wobei die ISBA Angebote im Bereich Arbeit und für die Erhaltung von Tagesstruktur bereit hält.

Der Verein für gemeindenahe Psychiatrie hingegen ist wiederum Träger des Sozialpsychiatrischen Diensts. Dessen aus Fachkräften der Bereiche Sozialarbeit und -pädagogik sowie Psychiatriefachpflege bestehenden Teams hat schon seit längerem in der Fürstenstraße 3 eine Anlaufstelle für Betroffene. Die dort angebotenen Leistungen sind kostenlos, wobei die Mitarbeiter selbstverständlich der Schweigepflicht unterliegen. Der Verein für gemeindenahe Psychiatrie bietet darüber hinaus auch das „Wohnen für suchtkranke Menschen im Zollernalbkreis“ mit ambulant betreutem Wohnen in Wohngemeinschaften, Paar- und Einzelwohnen an, wie am Freitag zu erfahren war. Schlussendlich sei noch ein Angebot für jene angeführt, die sich bei Erkrankung eines nahen Angehörigen vielleicht alleine gelassen fühlen. Da gibt es die von Hans-Jörg Koch geleitete und dem genannten Psychiatrieverein angebotene Angehörigengruppe, die sich jeden 2. und 4. Dienstag im Monat in der Volkshochschule trifft, und zwar von 19:30 bis 20:30 Uhr. 

Weitere Informationen zur Tagesstätte finden Sie unter :
Tagesstätte Hechingen
Obertorplatz 16
72379 Hechingen
Tel.: 07471 9107236
Tagesstaette-Hechingen@remove-this.ISBA-gGmbH.de