Ein Hochbeet mit Gurken, Tomaten und Peperoni

„Vom Samen zur Frucht“: Unter diesem Motto wurde das neue Hochbeet der Tagesstätte eingeweiht.

„Gelebte Gesundheitsfördernd“ sei dieses neue Projekt, das die Tagesstätte der Lebenshilfe Zollernalb nun realisiert hat. Unterstützt wurde sie von der AOK Baden-Württemberg, die das neue Hochbeet gespendet hat und von Albkult – einer Eigenmarke der Lebenshilfe Zollernalb – in der Herstellung. Ziel sei es, den Tagesstätten-Besuchern einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln näherzubringen, so Ute Streicher von der AOK. Auch Lukas Streicher, Leiter der Tagesstätte, glaubt fest daran, dass eine gesunde Ernährung für das psychische Wohlergehen wichtig ist. Das Hochbeet soll Lebensmittel hervorbringen, die auch beim wöchentlichen gemeinsamen Kochen verwendet werden können.

Wie der Anbau gelingen kann, erklärten die Landfrauen. Zusammen mit Ehrenamtlichen und den anderen zahlreichen Gästen befüllten und bepflanzten sie das Beet.

Zunächst wird der Kasten aus heimischer Douglasie innen mit Noppenfolie verkleidet und anschließend schrittweise befüllt. Ganz unten sollte sich grobes Material befinden, es folgen Rasen- und Grünschnitt sowie Erde – am besten mit Lebewesen. Die letzten beiden Schichten bestehen aus Kompost und Hochbeeterde. Diese Füllung bietet die beste Grundlage, um im Hochbeet irgendwann erfolgreich ernten zu können. Erst nach etwas fünf bis sieben Jahren müsste das Beet laut den Landfrauen ganz neu befüllt werden.

We sein eigenes Hochbeet gestalten möchte, kann dieses ebenfalls bei Albkult erwerben. Sie sind in verschiedenen Größen erhältlich und kosten zwischen 1000 und 2000 €.

Als niederschwellige Einrichtung bietet die Tagesstäte auch eine Tagesstruktur für Menschen mit psychischen Problemen.

Es gibt kreative Angebote zur Hobbyfindung, Möglichkeiten zur Mitgestaltung und ein preisgünstiges Mittagessen. Im Hochbeet wachsen jetzt Gurken, Tomaten, Peperoni, Zucchini, Lauch, Kohlrabi, Salat und Brokkoli. Auf eine reiche Ernte kann gehofft werden, denn die Tomaten, die Lukas Streicher im letzten Jahr um die Tagesstätte herum gepflanzt hat, weinen gut gediehen. Vor allem aber soll es einfach Spaß machen, das Gärntern.

Von Martina Hoffmann